"Keiner hatte mehr Macht '99"

1. Refrain
Keiner hatte mehr Macht als Hold, jenen Sommer. Er hatte stark kosmisch gestrahlt, wie die Sonne.
Kaum einer kam so hoch wie Hold, jenen Winter. Dann holten sie ihn herunter, er wurd' behindert.

1. Strophe
Gut, ich kriegte dann also drei Monate lang Medizin. Ich machte eine Therapie.
Denn ich wurde durch meine Eltern im November '99 kurz eingewiesen. 
Mir warf man vor, ich hätte zu viele E's geschmissen. In Wirklichkeit hatten meine Eltern sie beschißen.
Die Richterin Sen bestellte Flechtner als Betreuer. Der holte mich ab, dafür wurd' er von mir gefeuert.
Leider hatte ich damit nur 'nen Wechsel erreicht. Und Eckard Kiener, ein Junge wie er, kam bei mir vorbei, alle paar Wochen.
Doch ich war meinen Eltern zu tief in den Arsch gekrochen. Und nahm sie in Schutz, bei jedem Gespräch. 
Und hatte vergessen, was es zu erzählen gibt. Ich wurde erniedrigt, vom Norbert gerufen, um ihm seine Müllsäcke 
raustragen zu dürfen. Und nach der Klapse kriegte ich bei mein Mutter das Bier dann umsonst. Und beim Norbert, 
gab es das nicht umsonst. Der Alk half auch nicht. Ich sollte vom Amt leben und zahlen. Sonst nichts.

2. Refrain
Keiner hatte mehr Macht als Hold, jenen Sommer. Er hatte stark kosmisch gestrahlt, wie die Sonne.
Kaum einer kam so hoch wie Hold, jenen Winter. Dann holten sie ihn herunter, er wurd' behindert.
Keiner hatte mehr Macht als Hold, jenen Sommer. Er hatte stark kosmisch gestrahlt, wie die Sonne.
Kaum einer kam so hoch wie Hold, jenen Winter. Dann holten sie ihn herunter, er wurd' behindert.

2. Strophe
Ich war ein kluger Junge. Ich hatte mit acht schon Wild Boys mitgesungen. 
Meine Mutter hatte mich mal erwischt, wie ich ein Gebet zu einem Livekonzert sprech.
Wie gesagt, Live is life und ich machte einen Mitschnitt. Das Kind hat drauf gebetet, 
sie nahm es zum Kauf der Single mit. Nur leider war ich nicht immer lieb. Ich hatte es versucht, doch sie trieben ein Spiel.
Als ich volljährig war, und aus der Schule raus, griffen sie nicht eine meiner Vorstellungen auf.
Sie dachten auch nicht an eine Anstellung in ihrer Wirtschaft, hätte ich doch nur Bewerbungen geschrieben,
oder 'ne Ausbildung gemacht. Ich war souverän, konnte für mich selbst reden.
Unterrichtete mich selbst, in Sachen Geschäftsplänen. Ging zum Berater, Norbert hatte 'nen Kater.
Und Mutter die auch, und ich fiel auf den Bauch. Beim Skaten slamm' ich öfter mal und ich verkrafte Stürze ja.
Mein Untergang wurd' das was kam, wenn wir in der Küche sprachen. Von meinen Ideen soll der Doll nichts wissen.
Auch zuhause trafen wir uns nur geheim und in der Küche.

3. Refrain
Keiner hatte mehr Macht als Hold, jenen Sommer. Er hatte stark kosmisch gestrahlt, wie die Sonne.
Kaum einer kam so hoch wie Hold, jenen Winter. Dann holten sie ihn herunter, er wurd' behindert.
Keiner hatte mehr Macht als Hold, jenen Sommer. Er hatte stark kosmisch gestrahlt, wie die Sonne.
Kaum einer kam so hoch wie Hold, jenen Winter. Dann holten sie ihn herunter, er wurd' behindert.

3. Strophe
Mama hat den Doll nicht nur ums Geld beschißen. Fragst du Norbert nach mir, wird er dank Mutter nichts wissen.
Nicht nur das, er machte sich über mich lustig. Und auch die Leute machten sich nur lustig.
Ich hatte neuerdings Leseprobleme. Seit den Tabletten konnte ich nicht mehr lesen. Beim Fehlerlesen machte ich nie
'nen Fehler. Drei Monate Tabletten, ich mach nur noch Hüpfer. Die nächsten fünf Jahre nehme ich
keine Drogen und werde nicht merken, daß mir nur Strom fehlt. Man hatte mich nur zum Amt geschickt. 
Meine Eltern, die hielten sich für selbstständig. Und sie hätten so viele Steuern gezahlt, daß
mir die Miete zahle der Vater Staat. Und ich wurde auch nicht in die Gegend vermittelt. Ich konnte nur in die Kneipe
kommen und mir einen trinken. Ich ging für meine Alten ins Krankenhaus. Ich kam dann da raus, alle lachten
mich aus. Pech bloß, ich wurde langzeitarbeitslos. Denn meine Alten verarschten mich bloß!!!

4. Refrain
Keiner hatte mehr Macht als Hold, jenen Sommer. Er hatte stark kosmisch gestrahlt, wie die Sonne.
Kaum einer kam so hoch wie Hold, jenen Winter. Dann holten sie ihn herunter, er wurd' behindert.


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