"Ich sing noch einen Song"

1. Refrain
Edwin Hold am Mikrophon und ich sing jetzt meinen Song.
Denn ich wollte noch ein Album dieses Jahr das wär's schon.
Ich schrieb dieses Jahr auch schon ein Album mit so Songs.
Und weil ich mich so gerne höre gibt's hier das nächste schon.

1. Strophe
Und weil's so schön ist, nochmal das Gleiche. Und das ist noch lange nicht die letzte Scheibe.
Die nicht Erwachsene, und dazu der Arme, und den ganzen Monat reicht mir das Hartz nicht.
Ich könnte ja mal auftreten und dafür Geld nehmen. Und darum erzähl ich jetzt aus der Welt des...
Des Edwin Hold, vom Platin Solo. Von seiner Jugend. Und der Schule.
Und von dem, was ihm danach geschah. Von seinen Eltern. Und seiner Schmach.
Hauptschulabschluß kriegt er beim Abgang. Mutter schickte ihn sofort zum Amt.
Weil Papa Staat ja die Miete zahlt. Und man hoffte, Edward holt das Abi nach.
An und für sich ja kein Problem. Doch ein Problem liegt auf seinem Weg.
Er muß sich ja gleich noch Geld bei Mama holen. Anstatt er zur Arbeit, ging das Jahre so.
Seine Mutter hatte sich da in was reingesteigert. Heißt zehn Jahre die gleiche Scheiße
Geboren wurde Edward übrigens in Essen. Dort tun heute noch seine Verwandten stecken.
Verlassen hatte er seine Stadt schon vor sechs Jahren. Zu hart, daß er Mutter erst nach vier Jahren los war.

2. Refrain
Edwin Hold am Mikrophon und ich sing jetzt meinen Song.
Denn ich wollte noch ein Album dieses Jahr das wär's schon.
Ich schrieb dieses Jahr auch schon ein Album mit so Songs.
Und weil ich mich so gerne höre gibt's hier das nächste schon.

2. Strophe
Ich wollte vor zehn Jahren schon Rapper werden. Ich hatte dafür echt die besseren Nerven.
Doch meine Eltern die nervten mich. Und schickten mich zum Amt hin.
Für mich war das nicht selbstverständlich, auf's GEÜ in Essen ging ich.
Und ich wollte auch mal etwas werden. Ich glaube ein Informatiker. Zumindest hätte mir das gereicht.
Mit Mengen operier ich leicht. Doch der Weg zum Amt, der war nicht weit. Meine Mutter wußt bescheid.
Und mit Norbert gab es ständig Streit. Das geht schon so, seit wo ich klein bin.
In der Überruhrstraße 306 da sei es. Und ich darf meiner Mama das Messer reichen.
Die wollte da auf den Doll einstechen und sticht es dann in das schwarze Couchkissen.
Vielleicht war ich da fünf Jahre. Ich mach da noch nichtmal Schulaufgaben.
Den Kerl kenn ich seit dem Kindergarten. Mein Vater der mußte bloß Unterhalt zahlen.
Und weil der Doll auch ein Auto hatte, machte Claudia ihm auch 'ne Latte.

3. Refrain
Edwin Hold am Mikrophon und ich sing jetzt meinen Song.
Denn ich wollte noch ein Album dieses Jahr das wär's schon.
Ich schrieb dieses Jahr auch schon ein Album mit so Songs.
Und weil ich mich so gerne höre gibt's hier das nächste schon..

3. Strophe
Ich ging dann kurz noch Feuer holen. Wenn ich Geld brauch, Leute anschnorren.
Und kam dann oft mit Kippenstummeln, die lagen auf dem Boden rum.
Wir überwanden unseren Ekel, das hat's früher noch nicht gegeben. 
Und wenn du mal den Sascha triffst, dann grüß ihn mal schön von Micro.
Ich ging schnorren, für Lebensmittel, traf seine Freundin mittendrin.
Und die gebar uns einen Sohn. Samael, der wurd' geboren.
Dafür blieb sie drei Monate im Krankenhaus, ein großes Danke.
Aus dem Wohnheim Alt-Moabit, durften wir dann auch ausziehen.
Da hatten wir das Jahr gelebt. Sie von der K und ich schnorr Geld.
Das Leben, das war zu uns hart, hart gewesen, dieses Jahr.
Wir hatten nichts, wir waren arm, keine Fahrkarten und mußten fahren.
Und dank Berliner Polizisten, müssen wir auch nicht für sitzen.

4. Refrain
Edwin Hold am Mikrophon und ich sing jetzt meinen Song.
Denn ich wollte noch ein Album dieses Jahr das wär's schon.
Ich schrieb dieses Jahr auch schon ein Album mit so Songs.
Und weil ich mich so gerne höre gibt's hier das nächste schon.

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