"Zuhause rausgeflogen"

1. Refrain
Und da ich euch jetzt ein Album bring,
wünsch ich mir, daß ihr zuerst mal eure Hände hebt.
Und eure Träume lebt. Hallo ich bin's Edwin Hold.
Und ich bin heut' am Mikrophon!
Und da ich euch jetzt einige Lieder sing,
wünsch ich mir jetzt erstmal euer Gehör.
Denn bevor ihr nach Hause fahrt, seid ihr erstmal hier
und jetzt wird heute Abend gefeiert.

1. Strophe
Meine Mutter ahnte nicht, was mir da schwante.
Sie wartete auf eine Tasche Wäsche, die Arme.
Meine erste Wohnung. Essen, Bruktererhang.
Wir wohnten alle schon einmal in der Genossenschaft.
Meine Eltern hatten mich '96 rausgeworfen.
Ich sollte mit 18 raus, meinte der Norbert.
Nach dem Gym ging ich auf die Holsterhausener.
Mir ist es scheissegal, warum der Doll mich rausgeworfen hat.
Nachmittags fuhr ich street, mit dem Skateboard.
Eine Weile schlief ich in Burgaltendorf.
Und zwar beim Jörg, neben dem Gereon, in einer Kellerwohnung.
Und neben dem Haus gab es 'nen Tennisclub.
Meine Eltern schenkten da aus, ein Jahr zurück.
Und auch ich kam mal zurück in mein Elternhaus
und holt' da die Plattenspieler raus. 
Und baute sie da bei denen auf, wo ich schlief anstatt zuhause.

2. Refrain
Und da ich euch jetzt ein Album bring,
wünsch ich mir, daß ihr zuerst mal eure Hände hebt.
Und eure Träume lebt. Hallo ich bin's Edwin Hold.
Und ich bin heut' am Mikrophon!
Und da ich euch jetzt einige Lieder sing,
wünsch ich mir jetzt erstmal euer Gehör.
Denn bevor ihr nach Hause fahrt, seid ihr erstmal hier
und jetzt wird heute Abend gefeiert.

2. Strophe
Und ich schlief vorher in Heisingen, und nicht nur bei ihm.
Ich wohnte bei den Halbis und das wissen sie.
Am Vormittag fuhr ich mit dem Bus nach Überruhr.
Mama gab mir nicht nur Sachen, ich kam auch mit Kohle wieder.
Als ich als DJ den Versuch starten will, bevor ich Buchstaben spill,
mix ich die schwarzen Rillen. Auf Pappen fahr ich 'nen Film.
Habe glasierte Pillen. Wollte die erst verticken, tu sie dann selber schlucken.
Ich kaufte mir Gras von dem Geld meiner Mutter.
Bekam Tag für Tag zwanzig Mark meiner Mutter.
Ich ertränke meinen Kummer nicht. Nein, schlucke ihn runter.
Am Wochenende wollen wir mit Casi in den Club fahren.
Treffen uns beim Reik, schmeissen ein paar Teile, ziehen ein paar Lines,
und rauchen uns breit. Fahren danach feiern. Fahren dann zurück.
Das Wochenende mit der Bahn war verrückt.

3. Refrain
Und da ich euch jetzt ein Album bring,
wünsch ich mir, daß ihr zuerst mal eure Hände hebt.
Und eure Träume lebt. Hallo ich bin's Edwin Hold.
Und ich bin heut' am Mikrophon!
Und da ich euch jetzt einige Lieder sing,
wünsch ich mir jetzt erstmal euer Gehör.
Denn bevor ihr nach Hause fahrt, seid ihr erstmal hier
und jetzt wird heute Abend gefeiert.

3. Strophe
Meine Eltern warfen mich damals raus,
Mutter flippte aus, sie fand die Bong zuhaus.
Weil ich nicht cool war, hatte ich die Schule geschwänzt.
Jetzt fehlte mir die Quali für die Oberstufe.
An meiner Intelligenz konnte das nicht liegen.
Ich war ja gar nicht in der Schule gewesen.
Für meine Miete sollte ich zum Sozialamt.
Und war die Hilfe alle. Meine Mutter, die zahlte.
Techno durfte ich nicht machen, was war mit Arbeit?
Ich hatte doch den ganzen Tag Zeit in Wahrheit.
Krass, daß ich das Abi nicht sofort nachholte.
Anstatt mich zu vermitteln, gab die Wirtin mir Kohle.
Ich sparte als Kind schon auf einen Computer. 
Schrieb viel Source, aber wurd' nicht gefördert. 
Träum von Großanlagen und von GROSSBUCHSTABEN. 
Hatte auch beim Jo geschlafen, statt Schulte-Hinsel-Straße.

4. Refrain
Und da ich euch jetzt ein Album bring,
wünsch ich mir, daß ihr zuerst mal eure Hände hebt.
Und eure Träume lebt. Hallo ich bin's Edwin Hold.
Und ich bin heut' am Mikrophon!
Und da ich euch jetzt einige Lieder sing,
wünsch ich mir jetzt erstmal euer Gehör.
Denn bevor ihr nach Hause fahrt, seid ihr erstmal hier
und jetzt wird heute Abend gefeiert.